Was ist die Fördergemeinschaft Wärmepumpen Schweiz FWS?
Der Verbrauch von fossilen Brennstoffen und damit die zunehmende Konzentration von Schadstoffen und CO2 in der Atmosphäre müssen markant reduziert werden. So verlangt es unter anderem das vom Bundesrat lancierte Programm EnergieSchweiz. Die Zukunft gehört also den erneuerbaren Energien, darunter der Umgebungswärme, die mit Wärmepumpen sicher, sauber und effizient genutzt werden kann.

Seit 1993 sind alle namhaften Interessenkreise im Verein der Fördergemeinschaft Wärmepumpen Schweiz FWS zusammengeschlossen. Gemeinsam verfolgen sie das gleiche Ziel: Mit koordinierten Aktivitäten und qualitativ hochwertigen Produkten und Dienstleistungen das grosse Potential der Wärmepumpen voll auszuschöpfen. Die FWS vereinigt alle wichtigen Organisationen und Gruppierungen, die sich für die Förderung und Verbreitung der Wärmepumpe einsetzen. Dazu gehören insbesondere die Branchenverbände von Installateuren und Planern, die Wärmepumpenindustrie, die Energiewirtschaft und die öffentliche Hand. Planer und Installateure, die dem strengen Anforderungsprofil entsprechen, können Fachpartner der FWS werden.

Bereits bei 60 % der neu erstellten Einfamilienhäuser wird heute eine Wärmepumpe installiert. Mehr und mehr kommt diese umweltfreundliche Art der Wärmeerzeugung auch beim Ersatz alter Heizungen zum Zug. Dieser zunehmende Erfolg ist nicht zuletzt auf die unermüdlichen Qualitätsbemühungen der FWS zurückzuführen. Die Jahresprogramme werden in verschiedenen Ressorts erarbeitet und umgesetzt.

Seit 2002 ist die FWS auch offizieller Partner von EnergieSchweiz.
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Fördert, was gefordert wird.

Ressort Ausbildung
Im Ausbildungsbereich ist es in den vergangenen Jahren zunehmend schwieriger geworden, in der deutschen Schweiz genügend Weiterbildungswillige zu finden. Dies hängt einerseits mit dem grossen terminlichen Druck im Berufsalltag zusammen, andrerseits ist die Bereitschaft für eine Fortbildung in der Freizeit kleiner geworden. Zudem liess das bisherige Weiterbildungsangebot einen roten Faden vermissen, indem die Angebote der verschiedenen Verbände und Schulen untereinander nicht abgestimmt waren. Dies soll in Zukunft mit gemeinsamen, modular aufgebauten Lerneinheiten für den Bereich der erneuerbaren Energien erreicht werden.
In der Romandie ist die Situation insofern verschieden, dass dort ein gewisser Nachholbedarf bei den Haustechnik-Fachleuten vorhanden ist. Penta-Projekt wird diese Lücke schliessen.



Ressort Marketing
Das Marketing der FWS hat sich in den vergangenen Jahren bewährt, da es hauptsächlich auf die Endkunden ausgerichtet wurde (70 % der Mittel). Bewährt haben sich dabei die Informationsstellen Bern und Lausanne, die alle Fragen rund um den Wärmepumpeneinsatz für Bauherrschaften und Hausbesitzer beantworten können. Das Tessin ist diesbezüglich noch im Aufbau. Bewährt haben sich aus Kosten/Nutzen-Sicht die Tage der offenen Türen in allen Regionen. Sie bieten konkreten Anschauungsunterricht über Möglichkeiten und Eigenschaften der Wärmepumpen. Ebenso von Bedeutung ist auch die Vereinigung aller interessierter Marktkräfte im Rahmen der FWS. Sie ermöglicht eine konzertierte und schlanke Ausrichtung der Aktivitäten auf die Bedürfnisse des Marktes und der Bundespolitik und verhindert eine Verzettelung der Kräfte.

Bei den Rahmenbedingungen herrscht nach wie vor kantonale und sogar regionale Vielfalt. Einerseits bei den Bewilligungsverfahren für die Nutzung von Erdwärme und Wasser, andrerseits bei den elektrischen Anschlussbedingungen der verschiedenen Energieversorgungsunternehmen. Das Gleiche gilt für die Zulassung von direktverdampfenden WP-Systemen, die unter Berücksichtigung von Gewässerschutz und Qualitätskontrolle gesamtschweizerisch gelöst werden muss. Ein schon lange pendenter Punkt ist zudem die steuerliche Behandlung von Investitionen in erneuerbare Energien.



Ressort Qualitätssicherung
Bei der Qualität und der Leistungsfähigkeit der Geräte wurden in den letzten Jahren dank des internationalen Gütesiegels für Wärmepumpen und des Wärmepumpentest- und Ausbildungszentrums Töss wesentliche Fortschritte erzielt. Dies wird auch bestätigt durch die Feldmessungen des BFE-Projektes «FAWA». Auch die Anlagenqualität hat insgesamt zugenommen, da trotz steigenden Anlagenzahlen nicht wesentlich mehr kritische Fälle beim WP-Doktor gemeldet wurden. Allerdings ist diese Dienstleistung weiterhin von Bedeutung als Auffangzentrum für Betreiber mit grossen Problemen, die sonst zu Negativwerbern werden. Zudem spielt der WP-Doktor eine wesentliche Kontrollfunktion für die Qualitätssicherung im Markt und zur Feststellung von Problemkreisen. Neu konnte dieses Jahr das Gütesiegel für Erdwärmesonden lanciert werden und anlässlich der Schweizer Hausbau- und Minergie-Messe in Bern konnten bereits die ersten vier Firmen zertifiziert werden.



Ressort Normen
Industrienormen gewährleisten energieeffiziente und umweltverträgliche Anlagen. Wir arbeiten an der neuen europäischen Prüfnorm für Wärmepumpen (prEN 14511) und der prEN 378, in der die sicherheitstechnischen und umweltrelevanten Anforderungen definiert sind.


Ressort Internationales
Im Sinne einer Stärkung der Technologie als Ganzes hat die FWS von Beginn grenzüberschreitend agiert. Gemeinsame Qualitätskriterien mit Partnerorganisationen aus Deutschland (IWP e.V.) und Österreich (Leistungsgemeinschaft Wärmepumpen) erlauben wesentliche Vorteile hinsichtlich Kosten und serieller Fertigung, die allen Ländern zugute kommen. Ebenso vertritt unser Geschäftsführer, Rolf Beck die FWS im VDI-Normengremium Erdwärmesonden. Die Interessen der Schweiz werden seit Kurzem auch auf europäischer Ebene wahrgenommen. Die Mitarbeit in der EHPA European Heat Pump Association ist wichtig um das internationale Gütesiegel auf das ganze Europa auszudehnen. Kontakte zu Frankreich sind ebenfalls geknüpft und ausbaubar.



Ressort Kälteerzeugung
Die Schweizerische Vereinigung für Kältetechnik nimmt die Interessen ihrer Mitglieder im Bereich der Kältetechnik wahr. Die Zusammenarbeit mit der FWS ist neu und gründet weitgehend darauf, dass die Kommunikationskanäle über die Mitgliederverbände der FWS wie Clima Suisse genutzt werden können. Die Marketingerfahrung der FWS soll auch für die Kälteerzeugung nutzbringend eingesetzt werden.



Bern, im März 2004

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