Ab 2017 liegt das Gebäudeprogramm in der Verantwortung der Kantone

04.01.2017 12:40 von Simone Lerch

 

Mit dem seit 2010 bestehenden Gebäudeprogramm wollen Bund und Kantone den Energieverbrauch des Schweizer Gebäudeparks und den CO2-Ausstoss erheblich reduzieren. Die Finanzierung der dazu nötigen Massnahmen erfolgt über die Teilzweckbindung der CO2-Abgabe auf Brennstoffen (ein Drittel des Ertrags aus der CO2-Abgabe, höchstens 300 Millionen Franken pro Jahr) sowie aus kantonalen Fördermitteln.

 

Das Gebäudeprogramm läuft ab 2017 nahtlos weiter. Organisatorisch gibt es jedoch einige Anpassungen:

  • Die bisherige Zweiteilung in einen nationalen, zentral gesteuerten Teil zur Förderung der Modernisierung der Gebäudehülle und in einen kantonalen Teil zur Förderung der erneuerbaren Energien im Gebäude, der Gebäudetechnik und der Abwärmenutzung wird aufgehoben. Neu sind die Kantone umfassend für alle Fördermassnahmen zuständig. Diese können ihre Förderangebote nun noch gezielter auf ihre Region und ihre finanziellen Möglichkeiten ausrichten.
  • Die zweckgebundenen Mittel aus der CO2-Abgabe bezahlt der Bund den Kantonen neu ausschliesslich in Form von Globalbeiträgen aus. Voraussetzung für den Erhalt eines Globalbeitrags ist ein kantonales Förderprogramm im Gebäudehüllenbereich, das auf dem harmonisierten Fördermodell der Kantone (HFM 2015) basiert.

Informationen zu den kantonalen Programmen, den aktuellen Förderbeiträgen und den Kontaktstellen gibt es auf den kantonalen Internetseiten. Die Links sind auf www.dasgebaeudeprogramm.ch aufgelistet.

 

Harmonisiertes Fördermodell der Kantone (HFM)

Es skizziert die Struktur kantonaler Förderprogramme und beschreibt deren wesentlichen Elemente. Dabei wird den Kantonen Spielraum für die Berücksichtigung ihrer Finanzkraft und individueller Schwerpunkte belassen. Das HFM 2015 bildet ab 2017 eine zentrale Grundlage für die finanzielle Förderung von Bund und Kantonen im Gebäudebereich.

 

Auswirkungen auf das WP-System-Modul - Praxiskurs im Angebot der FWS

Die Verwendung des WP-System-Modul ist im harmonisierten Förderprogramm HFM 2015 als Förderbedingung bei Heizungsanlagen bis 15 kW Heizleistung vorgeschrieben. Dies wird dazu führen, dass sich ab 2017 das WP-System-Modul stark verbreiten wird.

 

Die FWS hat frühzeitig vorgesorgt und einen Praxiskurs WP-System-Modul entwickelt. Der Kurs wird 2017 mehrfach angeboten. Die Durchführungsorte und -daten können im Kurskalender auf www.fws.ch eingesehen werden. Dort kann man sich auch online zu einem der Kurse anmelden.

 

 

(Quelle: BFE, Redaktion: FWS)

 

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