Ersatz von Elektroheizungen bis 2025

25.04.2012 15:18 von Antonio Milelli

Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates will die Elektroheizungen in Gebäuden bis 2025 ersetzen. Sie beauftragt den Bundesrat in einer Kommissionsmotion, entsprechende Rahmenbedingungen zu erarbeiten. Mit dem Ersatz durch effiziente Heizsysteme sind grosse Energieeinsparungen verbunden. Festinstallierte Elektroheizungen verbrauchen gleich viel Strom, wie das Kernkraftwerk Mühleberg produziert.

Mit 24 zu 0 Stimmen bei einer Enthaltung hat die Kommission beschlossen, eine Motion für den Ersatz von Elektroheizungen einzureichen (12.3340 „Rahmenbedingungen für den Ersatz von Elektroheizungen“). Die Motion  beauftragt den Bundesrat, in Zusammenarbeit mit den Kantonen gesetzliche Rahmenbedingungen zu erarbeiten, damit Elektroheizungen bis 2025 größtenteils durch effizientere Heizsysteme ersetzt werden.

Bedeutende Energiesparpotentiale
Die über 250‘000 Elektroheizungen, die in der Schweiz in Betrieb sind, verbrauchen jährlich etwa 3 TWh Strom, was mindestens der Produktion des Kernkraftwerks Mühleberg entspricht.

Wärmepumpe oder Holzheizung im Vergleich sparsamer
Ein Ersatz mit effizienteren Heizsystemen, wie z. B. Wärmepumpen, würde zu beträchtlichen Einsparungen führen.
Die Kommission ist überzeugt, daß dieses Einsparpotential – insbesondere im Hinblick  auf die Herausforderungen verbunden mit der Energiestrategie 2050 – genutzt werden soll. In vielen Kantonen sind bereits Bestrebungen in dieser Richtung im Gange, schließlich obliegt ihnen für Massnahmen beim Energieverbrauch in Gebäuden die verfassungsmäßige Kompetenz.

Zurück