Projekt „St. Galler Geothermieanlage“

22.07.2013 14:33 von Antonio Milelli

Am Samstagmorgen, 20. Juli 2013 um 05.30 Uhr waren in St. Gallen und Umgebung Erderschütterungen von der Stärke 3,6 auf der nach oben offenen Richterskala zu verspüren. Es kam nach ersten Berichten bis Sonntagabend niemand zu Schaden. Unangenehm sind Erderschütterungen aber so oder so. Die Medien haben das Thema sofort aufgenommen und berichtet. Als Beispiel „Winterthur – Der Landbote von Notmassnahmen führten zu Desaster“. Landesweit werden die Vorkommnisse in 4450 Meter Tiefe beim Geothermieprojekt St. Gallen als Ursachen gesehen. Diese Vorkommnisse werden aktuell von Experten analysiert wonach weitere Erkenntnisse kommuniziert werden. Die Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz (FWS) ist mit den Experten in Kontakt und wird seine Mitglieder direkt orientieren.

 

Wie Erdwärmesonden-Bohrspezialisten bestätigten, haben Erdwärmesonden, die bis 300 Meter in die Erdoberfläche gebohrt werden, mit Tiefengeothermieprojekten, mit Bohrtiefen bis 4400 Meter und mehr, nichts zu tun. Es sind 100%ig unterschiedliche Bohrverfahren. Die FWS hat Erfahrungen von über 25 Millionen Meter verarbeiteten Erdwärmesonden. Bei jährlich rund 10‘000 Erdwärmesondenbohrungen können umfassende Erkenntnisse im Bereich der Erdoberfläche bis 300 Meter Tiefe gewonnen werden. So ist bekannt, dass jährlich bei ca. 5 Gas-, respektive 20 Wasserzutritten während den Erdwärmesondenbohrvorgängen, besondere Massnahmen getroffen werden müssen. Die Verfahren und Abläufe bei der Behandlung von solchen Vorkommen sind bekannt und erprobt. Dank dem Gütesiegel für Bohrunternehmen und dem Qualitätssicherungssystem werden die Erfahrungen gesammelt und den Mitgliedern zur Verfügung gestellt. Es kann das Fazit gezogen werden, dass kein Zusammenhang zwischen Erdwärmesonden- und Tiefengeothermieanlagen hergestellt werden kann. Die Erdwärmesondentechnik ist eine erprobte und sichere Sache.

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie die FWS Geschäftsstelle info@fws.ch.

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