Energiesystem Gebäude & Mobilität (ESGeMo)

In der neuen Energiewelt* ersetzt Strom zunehmend fossile Energieträger. Mobilität und Wärmeversorgung werden elektrifiziert. Mit Photovoltaikanlagen sowie mit Batteriespeichern werden Gebäude vom Verbraucher zum Produzenten oder sogenannten Prosumern. Das Energiesystem Gebäude liefert Wärme und Strom für den Haushalt sowie Energie für die Mobilität der Bewohner. Solaranlagen, Wärmepumpen, Energiespeicher, Elektroautobatterien, Ladeinfrastrukturen für Elektromobilität, Haushaltsgeräte, Gebäudeenergiemanagementsysteme und smart grid-Lösungen sowie künftige Technologien müssen miteinander vernetzt werden. So entstehen vernetzte, intelligente, dezentrale Systeme, die betriebssicher und zuverlässig betrieben werden müssen.

Für die Integration des zunehmenden PV-Stroms in das Stromnetz ist die lokale Optimierung von Verbrauch und Produktion, die Einbindung von Speichern sowie die Kommunikation mit dem Stromnetz zentral. Wärmepumpen, Elektromobilität, PV-Anlagen und Batteriespeicher stellen wichtige Flexibilitäten dar, müssen aber gut integriert werden damit Bewohner profitieren. Diese Systemintegration im Gebäude erfordert eine verstärkte Vernetzung, eine abgestimmte Vorgehensweise und eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure sowie entsprechendes Fachwissen.

Energiesystem Gebäude & Mobilität

Mit der Initiative «Energiesystem Gebäude & Mobilität» setzen sich die Verbände Swissolar, Swiss eMobility, FWS und der Verein SmartGridready gemeinsam dafür ein, dass die einzelnen Teile zu einem intelligenten und stabilen Gesamtsystem vernetzt werden und das „Energiesystem Gebäude“ zum Erfolg der Transformation hin zu erneuerbaren Energien beiträgt.

Mit der Initiative wollen wir:

  • existierendes Wissen sammeln, zugänglich machen und branchenübergreifendes Wissen aufbauen. Damit sollen involvierte Akteure über Weiterbildungen und Informationsplattformen befähigt werden, vernetzte Energiesysteme zu realisieren und zu betreiben;
  • unser Know-how und unsere Netzwerke gemeinsam nutzen und so unsere Kräfte und Kompetenzen bündeln, damit integrale Energiesysteme in der Breite realisiert werden;
  • best-Practice Beispiele sammeln und begleiten und dazu Unterlagen aufbereiten, um darüber zu berichten – Reduktions- und Einsparpotentiale messen, erfassen und aufzeigen;
  • Hilfsmittel wie Leitfäden und Tools sowie Richtlinien und Standards zur Planung, Realisierung und den Betrieb von integralen Energiesystemen entwickeln und mitgestalten;
  • Bauherrschaften und Fachleute durch offene, transparente Kommunikation über die Mehrwerte, die durch solche Gesamtsysteme entstehen, informieren, allfällig bestehende Vorurteile abbauen und eine Anlaufstelle bieten;

* Seit der Annahme der Energiestrategie 2050 ist der Ausstieg aus fossilen Brenn- und Treibstoffen politisch beschlossen. Mit dem Übereinkommen von Paris und der Revision des CO2-Gesetzes verpflichtet sich die Schweiz zusätzlich zur Reduktion der Treibhausgasemissionen.

Marc Bätschmann
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Thomas Rechsteiner
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Geoffrey Orlando
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Philipp Erdmann
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